Motivation

Kleine, intelligente Geräte mit Sensoren und Aktoren werden zunehmend eingesetzt, um auf Umgebungsbedingungen besser eingehen und sie besser steuern zu können, nicht zuletzt also auch, um Energie zu sparen. Wir sprechen von “Smart Energy”, wenn die Energieeinsparung (oder kostengünstigere Energienutzung) im Vordergrund steht, von “Home Automation” oder allgemeiner “Building Automation”, wenn vor allem Komfortgewinn und Zeitersparnis motivieren.

Die Geräte mit Sensoren und Aktoren müssen zur Erzielung ihrer Wirkung vernetzt werden. Das geht nicht immer kosteneffektiv mit Verkabelung; viele dieser Systeme müssen drahtlos kommunizieren. Dabei sollen die Geräte aber kostengünstig bleiben, auch im Hinblick auf ihren eigenen Energieverbrauch, der oft aus (Primär-)Batterien gedeckt werden muss.

In der Forschung hat sich ein eigener Begriff für diese vernetzten Systeme etabliert, das Gebiet der Sensornetze. Sensornetz-Forschung war in der Vergangenheit allerdings oft militärisch motiviert; die Ergebnisse waren nicht leicht auf zivile Anwendungen (oder überhaupt auf real funktionierende Systeme) zu übertragen. Sensornetze wurden zudem als völlig getrennter Technologiebereich kultiviert, statt ihre Integration in größere Netze wie das Internet zu betreiben.

Mit der Standardisierung von IEEE 802.15.4 und 6LoWPAN stehen inzwischen Standards für die drahtlose Vernetzung von kostengünstigen, energiesparenden Netzknoten zur Verfügung, ein erster Schritt zu einem Internet of Things, das diesen Namen auch verdient. Weniger klar ist allerdings, welche Anwendungsarchitekturen auf diesen Basisstandards aufsetzen sollten, um globale Massenmarktanwendungen im Bereich Smart Energy/Home Automation zu ermöglichen: So wie das Internet bereits Jahrzehnte existierte, bevor die Anwendung “Web” ihm den Durchbruch verschaffte, warten auch die Sensornetze auf den entscheidenden Impuls.

(Carsten Bormann)

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