IPv6

IPv4 als unser alter Internetstandard ist ausgestorben. Erst vor kurzem wurden die letzten /8 Adressen verteilt, wonach nun das alte Internet „alle“ ist. Außerdem hat der alte Standard viele Schwachstellen gehabt, welche nun mit IPv6 ausgebessert werden und in welchen weitere Funktionen integriert werden. Das Auffälligste an IPv6 ist der stark erweiterte Adressraum. Ein weiteres Feature ist die Autokonfiguration und die Vereinfachung des Headerformats. IPv6 war mit der Planung sehr zukunftsorientiert, indem man die Integration von Erweiterungen und Optionen verbessert hat.

Der Adressraum ist wohl das deutlichste Merkmal von IPv6. So gab es mit IPv4 nur 4,3 Milliarden Adressen – mit IPv6 sind es nun 340 Sextillionen Adressen! Damit kann man jedem Sandkorn der Erde mehrere Internetadressen geben.

Mit der Autokonfiguration kann sich jedes Gerät selber eine eindeutige Adresse zuweisen, ohne dass ein DHCP Server benötigt wird. Dazu kommuniziert er mit den für sein Netzwerk zuständigen Routern, um die notwendige Konfiguration zu ermitteln. Der Knoten findet den Router mittels des Neighbor Discovery Protocols, der ihm dann Informationen über Adressbereiche schickt, aus welchem er sich selbst eine Unicast Adresse zuweisen kann. Dass keine Adresse zweimal verwendet wird, verhindert die Duplicate Address Detection.

Eine weitere Neuerung ist die Vereinfachung des IP-Headers, der nun eine fest definierte Länge von 40 Bytes besitzt und äußerst handlich aufgebaut ist. Dieser Umstand führt dazu, dass diese Header schneller abgearbeitet werden können.

IPv6 bietet zudem eine bessere Unterstützung von Erweiterungen und Optionen. Bei dem älteren IPv4 Standard werden die Optionen im allgemeinen Header mit transportiert, während diese bei IPv6 ausgelagert wurden. Damit müssen diese nur eingelesen werden, wenn sie auch wirklich benötigt werden. Man spart auf diese Weise unnötigen Ballast.

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